Erfolgreiches Social Media muss keine Wissenschaft sein. Viele Menschen fühlen sich im Bereich digitaler Kommunikation etwas unsicher und suchen dennoch nach der Formel und den perfekten Schritten für den Erfolg. Gut, dachte ich mir, dann schreibe ich doch im Rahmen meines handel.digital Vortrags auf dem Consumer Goods Digital Day (Messe Frankfurt) einfach Mal die Formel für den Erfolg. Wenn dich die Präsentation interessiert, hier gibt es sie.

Die Formel für erfolgreiches Social Media lautet also

(Ze*(Zi+E+Z)*I2*(K+A))*W

Die Summe aus Zielsetzung, Narrativ und Zielgruppe multiplizieren wir mit dem Faktor Zeit. Denn nur wer Zeit hat, kann sich Gedanken zu diesen Themen machen. Den Inhalt nehmen wir direkt zum Quadrat und nicht umsonst steht er im Zentrum der Formel. Guter Inhalt mit Mehrwerten zieht die Community.

Community? Ich schalte einfach Werbung!

Yep – das kannst du machen. Die eigene Strategie jedoch ausschließlich auf Werbekontakte zu reduzieren ist möglich, aber nicht nachhaltig.

Die Community baut eine Bindung zu dir auf und das sichert dich auch in Krisenzeiten ab. Keine Bindung, kein Support wenn es schlecht läuft.

Noch so eine Regel für Social Media: Gib Mehrwert und erwarte nichts zurück. Dann werden sie kommen, die Follower. Mit einer guten User Journey kannst du dann auch Leads generieren.

Noch Mal zurück zum Thema „Guter Content“

Mit den letzten Videos von EINFACH KLETTERN konnten wir, ohne Werbedruck, eine durchschnittliche Zuschauerbindung von 8-11 Minuten pro Video zu erreichen. Bei populären Themen sind es teilweise nur 4-5 Minuten. Zum Geheimnis dahinter später mehr.

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Die Kanalauswahl und die Auswertung der Aktivitäten bilden ebenfalls eine Summe. Hier gilt das gute, alte Probieren geht über Studieren. Setzen Sie sich Ziele für die Kanäle – gerne auch einfach aus dem Bauch heraus. Dann produzieren Sie gutem Content und vergleichst du wo das für dich und deine Marke am Besten funktioniert.

Am Ende steht der Workflow. Hier bemühe ich mal wieder das schöne Zitat.

Wenn sie einen Scheißprozess digitalisieren, dann haben sie einen scheiß digitalen Prozess 

Thorsten Dirks, damaliger CEO der Telefónica Deutschland AG

Digitale Kommunikation ist nämlich vor allem eines: Dynamisch. Nur mit wirklich guten Prozessen kannst du in dieser Dynamik bestehen. Bei EINFACH KLETTERN und handel.digital nutzen wir eine Mischung aus Trello (Projektmanagement und mittelfristige Dokumentation), Dropbox (Cloud-Storage und Dateiaustausch, langfristige Dokumentation) und Slack (Freigabeprozesse, kurzfristige Kommunikation) um in kürzester Zeit Inhalte auf die digitale Straße zu kriegen.

Es geht auch einfacher

Social Media fühlt sich kompliziert an, ist es aber selbst eigentlich nicht. Ja, du kannst dich schnell in der Vielzahl von Plattformen und Informationen verlieren. Darum ist mein grundsätzlicher Rat: Mach es selbst oder beteilige dich intensiv am Erarbeitungsprozess deiner Kommunikation.

Inhalte

Lerne gute Inhalte zu erstellen und zwar aus der Perspektive deiner Zielgruppe. Was guter Content ist und wie das funktioniert, dazu habe ich einen eigenen Blogartikel aufgesetzt.

Workflow

Was brauchst du, was braucht dein Team um schnell und flexibel agieren zu können. Vergiss Contentpläne! Schaffe dir Content-Depots. Schaffe dir Vorlagen – Bild, wie Text.

Im Rahmen des Visionsbüro Frankfurts haben wir anfangs Vorlagen genutzt, die ohne Bildmaterial auskommen und trotzdem ein Gestaltungsmuster erzeugen.

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Erst später und einem eingeschliffenen Workflow zur Anlieferung von Bildmaterial haben wir das geändert.

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Kann ich das abkürzen?

Nein. Durch meine Erfahrungen als Mitgründer und Creator bei EINFACH KLETTERN, handel.digital, dem Visionsbüro Frankfurt oder Podcast am Main kann ich eines mit Sicherheit sagen: Durch das Tal der Unsicherheit müssen Sie durch und diese Lernkurve kann dir keiner abnehmen.

Wie lege ich los?

Machen. Einfach machen. Versuche in den ersten 12 Monaten das magische Dreieck für guten Content umzusetzen. Finde deine Sprache, deine Bilder und deinen Weg mit deiner Zielgruppe zu kommunizieren.

Ich schiebe hier mal kurz Chris Hau ein und lasse es ihn auch noch Mal erklären:

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Verbessere deinen Workflow. Schaffe flexible Abläufe. Verwende Trello/eine ähnliche Software, nutze einen Businessmessenger wie Slack um konzentriert und gezielt, schnell und flexibel deine Kommunikation aufzusetzen. Nutze einen gemeinsam Cloud-Speicher, ob Dropbox, Nextcloud, Owncloud, Google Drive oder OneDrive ist dabei Nebensache. Schaffe dir deine gute Ordnerstruktur.

Für die perfekte Ordnerstruktur setze ich mal einen eigenen Beitrag auf. Daher nur noch so viel. Versuche erst gar nicht alles unter Kontrolle zu kriegen, dafür ist Social Media viel zu dynamisch. Lerne die Welle zu reiten. Lerne zu fallen. Lerne wie du wieder aufs Board kommst und weiter reitest.

Einfach anfangen?

Es dauert 20 Stunden bis du etwas Neues gelernt hast. In dieser Zeit ist die Lernkurve enorm und nach den 20 Stunden fühlt es sich auch schon nicht mehr so seltsam an. Dazu empfehle ich dringend dieses Video von Josh Kaufman.

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Eine Frage noch – was ist mit Werbung?

Werbung in den Netzwerken kommt in der Formel tatsächlich nicht vor. Ich sortiere das für mich immer unter dem Punkt „Kanal“ ein. Mit Werbedruck kannst du gutem Content eine größere Bühne geben.

Wenn deine Strategie jedoch vor allem auf Wiederholungsfrequenzen, Reichweite und sehr, sehr großen Zahlen basiert, dann ist der Ansatz eine Community für nachhaltigere Kommunikation aufzubauen uninteressant.

Noch Fragen? Vernetze dich!

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