Für die Kampagne handel.digital und in Zusammenarbeit mit der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern konnten wir am 18.03. über 40 Teilnehmer:innen den „Weg zum eigenen Onlineshop“ aufzeigen. Nach 2 Stunden waren immer noch 40 Teilnehmer:innen da – keine:r war abgesprungen.

Die Wechselmoderation mit Marcel Rösel hat dabei genau so gut geklappt wie wir es uns erhofft hatten. Falls du also auch ein 2 Stunden Event online moderieren sollst und dich fragst, wie du den Spannungsbogen hochhältst, hier ein kurzer Erfahrungsbericht.

Gib ein Versprechen und erfülle es sofort

Unsere Schulung trug den Titel „Der Weg zum eigenen Onlineshop“. Von den 2 Stunden hatten wir ca. 1,5 Std. tatsächlich für den Vortrag reserviert. Nur so konnten wir die Komplexität der Entscheidung für oder wider einen Onlineshop tatsächlich verdeutlichen.

Nach der Begrüßung, der Vorstellung des Ablaufs und der Referenten war es uns wichtig direkt das Versprechen aus dem Titel einzulösen. Das erste Chart sah daher so aus:

Der Weg zum eigenen Onlineshop ist Google.de aufrufen, nach Onlineshop suchen, auf eine Anzeige klicken und ein Formular absenden. Schon haben Sie einen Onlineshop.

Boom. Versprechen erfüllt. Ok, allen Beteiligten ist klar – so einfach ist es nicht. Sonst wäre die Schulung mit 2 Stunden deutlich länger als der Weg zum eigenen Onlineshop.

Doch mit diesem vermeintlichen Witz sprechen wir ein häufiges Missverständnis, dass uns im Beratungsalltag oft begegnet, direkt aus.

Das zweite Chart so dann so aus:

Der 1. Schritt zum Onlineshop ist das aufsetzen einer digitalen Warenwirtschaft.

Der Weg zum eigenen Onlineshop beginnt als lange bevor ich ein System auswähle, nämlich bereits mit der Warenwirtschaft. Da passiert die Magie, der Onlineshop ist am Ende „nur noch“ die Ausgabe meiner Produkte auf einer Website.

Damit haben wir direkt den zweiten Zahn in dieser Geschichte gezogen.

Gib ein zweites Versprechen

Mit dem zweiten Chart ahnen jetzt alle, dass der Weg anders läuft als sie es sich vorstellen. Wir versprechen, dass wir in 2 Std. einen Überblick über die wichtigsten Felder geben. Auch dieses 2. Versprechen musst du natürlich einhalten.

Setze verschiedene Reize

Um die Aufmerksamkeit zu erhalten musst du permanent neue Reize setzen. Kein Mensch hört einem zweiten bei einem drögen Monolog zu.

Die Art des Reizes ist gar nicht so entscheidend, aber die Mischung macht’s. Ein Witz hier, ein Chartwechsel dort, ein Zwischenruf vom Co-Moderator, raus aus der Präse und wieder zurück – usw.

Statt EINEN LANGEN Vortrag zu halten haben wir quasi VIELE KURZE Vorträge gehalten.

Verbinde die einzelnen Kapitel

Bei der Reihenfolge der Themen waren wir uns zunächst unsicher, welches die beste Reihenfolge sein würde. Am Ende war das gar nicht so wichtig. Wir führten jedoch jedes Kapitel logisch zum nächsten Punkt hin.

  • Warum also Punkt A nun so wichtig ist, siehst du noch Mal deutlicher mit Punkt B.
  • Das war Punkt B. Der führt uns zu Punkt C.
  • usw.

Das Schlusswort eines Kapitels war also die direkte Überleitung zum nächsten. So konnten wir die Spannung erneuern, noch bevor das nächste Kapitel überhaupt begonnen hat.

Co-moderiere deinen Vortrag

Ich erwähnte es oben schon – kein Monolog. Wir haben uns den Vortrag geteilt und jeder neue „Kurzvortrag“ wurde vom Co-Moderator übernommen.

Das hatte mehrere Vorteile. Während Marcel vorgetragen hat, konnte ich den Chat im Auge behalten, meinen nächsten Sprechpart vorbereiten oder Fragen einstreuen die direkt aus dem Publikum kamen.

In der Co-Moderation kannst du außerdem nahtlos das Screensharing übernehmen. Das heißt, der andere wartet nur das Stichwort ab und klaut dir im richtigen Moment die Bühne.

Atme tief durch – in den Bauch

Mein letzter Tipp: Wenn du anfängst dich in deinem Sprechpart zu verhaspeln – keine Panik. Atme tief in den Bauch ein, das entspannt, gibt den Lungen mehr Platz, das führt zu mehr Sauerstoff im Gehirn und zu einer Entspannung im Körper.

Mir passiert es manchmal, dass ich zu schnell spreche oder den Faden verliere. Einmal in den Bauch geatmet gibt mir zum einen Zeit, zum anderen ist es sowohl physiologisch, als auch psychologisch nützlich.

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