Kurze Blogbeiträge sollten zwischen 250 und 600 Wörtern lang sein. Längere Blogbeiträge benötigen ca. 1.500 bis 5.000 Wörter. Diese groben Richtwerte haben sich durch verschiedene Studien und Analysen für SEO-Rankings als gut herausgestellt. Wie kommt es nun zu diesen Zahlen und welche weiteren Faktoren solltest du bei der Erstellung eines Blogbeitrags berücksichtigen? Darum geht es in diesem kurzen Beitrag.

Wie kommt die Wortanzahl zustande?

Die entscheidende Grundlage für die Länge eines Blogbeitrags ist die Aufmerksamkeitsspanne des Lesers.

Einer Studie der Universität Chicago zufolge sind Menschen in den ersten 20 Minuten besonders gut fokussiert. Nach 50 Minuten ist die Aufmerksamkeit auf dem Tiefpunkt angekommen.

Der Schlüssel für die Textlänge ist die Lesegeschwindigkeit. Bei den Deutschen liegt sie bei ca. 200 Wörtern pro Minute.

Ein kurzer Text hat also eine Lesedauer von ca. 1,5 Minuten bis 4 Minuten. Bei einem langen Text liegt die Lesedauer also bei ca. 12 bis 25 Minuten.

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25 Minuten ist auch die Länge die der Pomodoro-Technik zugrunde liegt. Bei dieser Technik nimmst du dir eine Aufgabe und bearbeitest sie maximal 25 Minuten, anschließend machst du eine Pause. Die Zeitspanne ist lang genug um produktiv zu sein, aber zu kurz um sich zu verzetteln.

TED Talks haben ebenfalls aus diesen Gründen eine maximale Länge von 18 Minuten. Diese Zeit reicht aus um ernsthaftes Thema zu verdeutlichen. Es ist gleichzeitig kurz genug um die Aufmerksamkeitspanne perfekt ausnutzen.

Welche weiteren Faktoren sind wichtig?

Gute Texte bieten einen Mehrwert. Biete deiner Zielgruppe eine Neuigkeit (das kann auch deine Meinung sein), löse ein Problem oder sei sehr unterhaltsam. Das ist das goldene Dreieck der Content-Erstellung. Warum sich das lohnt und wie es geht, habe ich im Beitrag Content – so klappt es mit dem Mehrwert beschrieben.

Was will der/die Autor:in mir sagen?

Wichtig ist auch, dass deine Zielgruppe nachvollziehen kann worauf du in deinem Beitrag hinaus möchtest. Meine Empfehlung: Gestalte Beiträge immer um eine Frage herum. Das hilft dir zu entscheiden welche Information du in dem Beitrag unterbringst und welche du auslagerst.

Komm direkt zum Punkt

Ich bemühe mich in die gewählte Fragestellung direkt im ersten Absatz zu beantworten. Langes hinführen zur Antwort um ggf. Spannung aufzubauen funktioniert nicht. Mit dieser Methode steigt nur das Risiko, dass die Lesenden abbrechen und deinen Blog verlassen.

Was ist denn besser – lange oder kurze Beiträge?

Wie immer im Leben ist es die Mischung die es macht.

Kurze Beiträge funktionieren gut – wenn Sie einen Mehrwert haben. Sie sind Snackcontent, etwas für zwischendurch. Die Thematik muss daher sehr eng gefasst sein. Das erlaubt nur wenig Raum für Zusammenhänge oder Analysen.

Lange Beiträge können

  • ein Thema vertiefen,
  • stellen Zusammenhänge her,
  • bieten mehr Platz für neue Erkenntnisse und
  • helfen auch beim SEO-Ranking.

Die Suchmaschinenoptimierung freut sich über längere Texte?

Für die Auffindbarkeit im Netz ist auch die Fokussierung auf ein Schlüsselwort, sprich Keyword wichtig. Neben einer gewissen Häufigkeit des Schlüsselworts ist auch das Verhältnis zur Textlänge wichtig. Der Algorithmus von Suchmaschinen versucht zu verstehen in welchem Kontext du das Wort nutzt. Je länger der Text, desto besser kann auch die Suchmaschinen verstehen worum es in deinem Blogbeitrag geht.

Welche Rolle spielen Bilder im Text?

Bilder spielen eine wichtige Rolle bei Texten. Für Suchmaschinen sind Bilder zwar nicht zu verstehen, sie bieten dir jedoch die Möglichkeit deinen Inhalt aufzulockern.

Bilder in deinem Blogbeitrag lockern optisch auf. Das steigert das Nutzererlebnis und das wirkt sich positiv auf die Aufmerksamkeitsspanne aus.

Je mehr Bilder du einsetzt, desto mehr sollten diese selbst einen Mehrwert transportieren.

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Kannst du mir sonst noch Informationen geben?

Zur Orientierung: In Schriftgröße 11 sind kurze Beiträge ca. eine halbe bis ganze DIN A4 Seite lang. Lange Beiträge sind 4 bis 10 Seiten lang. Diese Länge mit Mehrwert zu füllen ist daher nicht so leicht. Im Zweifel würde ich mich daher eher auf eine spitzere Fragestellung konzentrieren und diese ordentlich beantworten.

Der Blindtextgenerator kann dir übrigens helfen eine Vorstellung davon zu bekommen über wie viel Text wir da eigentlich sprechen.

Hast du noch nicht so viel Routine im Schreiben von Blogbeiträgen, schreibe erst Mal kurze Beiträge. Lerne, dich dabei auf eine konkrete Fragestellung zu konzentrieren und diese zu beantworten. Längere Beiträge beantworten dann einfach die Folgefragen die sich quasi von selbst ergeben.

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